Was ist Minimal Footwear?

Minimal Footwear bei Twitter

Minimal Footwear sind Schuhe, die keine Dämpfung haben, keine Stütze, keine dicken Sohlen oder andere technischen Hilfsmittel.
Es sind Schuhe, die uns gehen lassen “wie barfuss” und uns trotzdem schützen vor spitzen Steinen, Glas o.ä.
Also “geschütztes barfusslaufen”.

Wie bin ich auf dieses Thema gekommen und was fasziniert mich an Minimal Footwear?

Da ich an Problemen in den Knien leide, vor 30 Jahren am Miniskus operiert wurde und mir Ärzte bereits rieten, mich bereits darauf einzustellen, mit einem künstlichen Kniegelenk mal leben zu müssen, habe ich mich mal näher mit dem Thema beschäftigt.

Nun entstamme ich einer Schuhhändler Familie und bin somit erblich vorbelastet. Ich weiß, wie wichtig gutes Schuhwerk für den Körper ist. Auch ich habe jahrelang gehört, wie wichtig ein gut gedämpfter Schuh ist und das das “Gehen wie auf Wolken” bequem, angenehm und gesund sei.

Schließlich sieht man ja auch immer wieder Ärzte mit MBT oder Birkenstock rumlaufen und fast jeden, den man fragt ob diese Schuhe bequem sind, antwortet auf diese Frage mit einem “Ja”.

Als Generalvertretung für die Vibram Five Fingers bin ich dann irgendwann mal mit diesen lustigen Zehenschuhen in Berührung gekommen und damit auch mit Menschen, die diese Schuhe auch aus medizinischen Gründen getragen haben.
In erster Linie waren es ehem. Leistungssportler, die kaputte Gelenke hatten.

Ouups, kaputte Gelenke und keine Dämpfung? Wie soll denn dass funktionieren? Es heißt doch Dämpfung ginge über alles und plötzlich treffe ich Menschen, die sich ohne Dämpfung oder Einlagen im Schuh wohler  fühlen?

Also kaputte Gelenke habe ich auch und  bestimmt schadet es nichts, neben meinem 10er Pack Hyalart Spritzen, die ich alle anderthalb Jahre ins Knie bekomme, auch mal was Neues auszuprobieren.

Der Ordnung halber sei noch erwähnt, dass ich die Generalvertretung für die Vibram Five Fingers nicht mehr habe aber mit Feelmax Minimal Footwear ein wesentlich interessanteres und spannenderes Produkt, das sich m.E. besser für den Alltag, das Training oder die Rehabilitation eignet.

Ich werde an dieser Stelle versuchen zu erklären, warum wir uns wieder auf etwas besinnen sollten, was man auch “das zweite Herz” nennt: unsere Füße

Es sei noch erwähnt, dass ich im Hauptberuf nicht Schriftsteller bin und somit nicht ständig an dieser Seite arbeiten kann. Ich werde mich aber bemühen, nicht zu lange Zeit vergehen zu lassen, bis diese Seite über Minimal Footwear fertig ist:

Bei meinen Recherchen erfuhr ich folgende interessante Tatsachen:

  • 98% der Menschen kommen mit gesunden Füßen auf die Welt
  • 66% der Kinder tragen zu kleine Schuhe und haben kaputte/deformierte Füße
  • 88% der Kinder tragen zu kleine Hausschuhe (bis zu 5 Größen!)
  • 70%-90% der Erwachsenen haben kaputte Füße

Kein Wunder, dass soviel orthopädische Schuhmacher Einlagen fertigen müssen oder?

  • „Vielen Orthopäden falle es schwer, kindliche Knick- und Plattfüße richtig zu diagnostizieren“
    sagt Kinderorthopäde Jochen Lauen von der Frankfurter Universitätsklinik
  • Nur wenige Orthopäden lernten Kinderorthopädie
  • Die Entwicklung des Kinderfußes seit kurzem nur ein Randthema der Orthopädischen Schuhmacherausbildung

Interessant, Interessant….

Soweit zum Kinderfuß, wie sieht es denn bei uns Erwachsenen aus?
Ich perönlich kenne niemanden der nicht zumindest hin und wieder unter Knie- oder Rückenproblemen leidet.

Das sind ja mittlerweile auch Zivilisationskrankheiten. Langes Sitzen im Auto oder am Schreibtisch, zuwenig Bewegung. Wer kennt das nicht?

Uns so wird uns Abhilfe und Genesung versprochen, indem wir uns Hilfsmittel wie z.B. diese zulegen:

  • Stehpult statt Schreibtisch
  • Sportsitze fürs Auto
  • Muskelaufbau (statisch)
  • Orthopädische Hilfsmittel
  • Reizstrom
  • Krankengymnastik
  • Salben
  • Tabletten
  • Spritzen, etc

Ich möchte nicht falsch verstanden werden; auch ich nutze Hilfsmittel wie diese und temporär verschaffen sie sogar Linderung. Ich besitze sogar ein Stehpult.
Aber sollten wir nicht langsam von Ärztrn verlangen können den Körper ganzheitlich zu verstehen? Wie lange hat es denn gedauert, bis ein Arzt verstanden hat, dass Kopfschmerzen, Migräne oder Zahnschmerzen auch Ursachen haben können, die weiter unten liegen: An der Hüfte, den Beinen oder auch den Füßen?

Vielleicht liegt es auch bischen daran, dass die Ärzteschaft der westlichen Welt Ihre Erkenntnisse von Toten hat. In anderen Kulturen z.B. der östlichen oder auch in afrikanischen Kulturen gibt es jahrtausendjahre alte Erkenntnisse, die von “Lebenden” kommen. So etwas wie Tanzmedizin, Spiraldynamik, Training im Dreidemensionalen Raum u.ä. gibt es bei uns doch erst seit wenigen Jahren.

Ich kenne eine Zahnärztin, die sagt: “Der Kiefer ist ein Abblild Deiner Füße“.

Der Muskel, der das Auge hält oder verantwortlich dafür ist, den Mund zu öffnen, kann durch Fußtraining stimuliert werden.
Aber, wie gesagt ich bin kein Arzt. Diesen sollte man aufsuchen, wenn man Probleme hat und am Ende dieses Artikels gibt es einen Quellennachweis.

Bei meinen Recherchen bin ich auch immer wieder auf Aussagen wie diese gestoßen, die hoffen lassen:

  • Das, was weh tut, ist gesund. Das, was nicht weh tut, ist krank
  • Schmerzen sind Teil der körperlichen Ordnung. Wer diese Ordnung verstanden hat, sollte seine Schmerzen, so wie sie gekommen sind, auch wieder loswerden können
  • Nur was funktioniert, kann noch weh tun. Was zerstört ist und nicht arbeitet, produziert auch keinen Schmerz mehr
  • Der menschliche Körper schwingt – und alle warmblütigen Tiere wie Pferde, Hunde, Katzen ebenso – mit 8 bis 12 Schwingungen pro Sekunde.
    Die Skelettmuskulatur mit 45 Prozent Massenanteil ist das größte „Antriebsorgan“ des warmblütigen Organismus und der stärkste „Taktgeber“ der Mikrozirkulations-Prozesse.
    Während der Herzmuskel Blut in die feinsten Blutgefäße pumpt und dabei Sauerstoff und Nährstoffe an die Zellen heranführt, braucht er die rhythmisch schwingende Skelettmuskulatur, um die Entsorgung der Stoffwechsel-Endprodukte des Bindegewebes zu gewährleisten…. Funktionieren die Muskelprozesse nicht mehr richtig, kommt es in der Zellschwingung zu Verlangsamungen bis hin zu Stauungen……Zunächst entstehen schmerzhafte Verspannungen, die auch Veränderungen im Muskel-, Knochen-, Gefäß- oder Nervengewebe nach sich ziehen
  • Muskelkraft verschwindet, wenn sie nicht genutzt wird. Gelenkknorpel verschwindet, wenn nicht bewegt wird

Also dann – fangen wir doch mal an die Muskeln zu stärken. Aber wie? und welche?

Das beste Haus nützt nichts, wenn es auf einem unsicheren Fundament steht. Was ist unser Fundament? Worauf stehen wir?

Wir stehen auf unseren Füßen – und zwar unser ganzes Leben lang.
Wir trainieren alle anderen Muskeln am Körper aber warum nicht unsere Fußmuskulatur? Und wenn alle Muskeln zusammenhängen trainieren wir dann nicht auch mehr als nur unsere Füße?

Was müssen unsere Füße denn so in unserem langen Leben so alles ertragen?
Was sind eigentlich unsere Füße? Woraus bestehen diese empfindlichen Tastorgane (oder sollte ich besser sagen: deformierte, ehemaligen Tatsorgane)?

  • der Fuß besteht aus aus 26 Knochen, 27 Gelenken, 32 Muskeln und Sehnen, 107 Bändern und 1.700 Nerven-Endigungen
  • der Fuß verfügt über 90.000 Schweißdrüsen zur  Temperaturregulierung und zum Ausscheiden von Reststoffen
  • Die Achillessehne kann einem Gewicht von etwa einer Tonne widerstehen
  • Bei Lauf- und Sprungbewegungen müssen die Füsse das 6-10 Fache des Körpergewichtes tragen
  • Pro Jahr entspricht dies mehr als dem doppelten Gewicht der New Yorker Freiheitsstatue: 858.480
  • Ein Mensch läuft in seinem Leben im Durchschnitt etwa 128.747 Kilometer; dies entspricht mehr als 3.000 Marathons oder 3 Weltumwanderungen

Wow. Und das trainieren wir nicht, sondern lassen es verkümmern?

Hier ist noch so eine Kuriosität:

  • Beim Tragen von Stilettos setzt eine 60 kg schwere Frau ihre Ferse einem 8mal so hohen Druck aus, wie ein 2,6 t schwerer Elefant jedem seiner Füße

Das klingt doch mal cool…..

Wir müssen also das Fundament unseres Körper trainieren. Unsere Füsse.

Aber wie?


c/o Callaghan Footwear

In den letzten Jahren sind jede Menge Schuhe auf den Markt gekommen, die Training der Füße versprechen.
Ich habe fast alle getestet.
Manche sehen sogar gut aus aber Schmerzlinderung haben sie nicht gebracht.

Aus den o.g. Gründen war ich dann froh als 2006 die Five Fingers auf den dt. Markt kamen.
Wie erwähnt hatte ich den direkten Zugriff auf diese Schuhe und war begeistert.

Einmal von dem Design und dann auch davon, dass ich mich beim “barfusslaufen” auch anders bewege.
Mit normalen Schuhe mit dämpfenden Eigenschaften wird man richtig aufgefordert zu latschen. Einfach so dahinlaufen und fertig.

Beim barfusslaufen kann nicht nicht so einfach vor mich hinlaufen. Ich bin automatisch aufmerksamer, meine Fußsohle wird massiert, die Nerven angesprochen, die Muskeln gestärkt.

Ich stellte rasch fest:
Das tut mir gut.

Ich legte mir noch im gleichen Jahr ein Stehpult zu an dem ich am liebsten barfuss stehe. Ich bin noch nach Stunden fit und hatte keine Knieschmerzen mehr, wie beim Tragen mit gedämpften Schuhen.

Also: evolution rückwärts?

Seit 2007 gibt es nun die Feelmax Schuhe.
Die Schuhe haben sich enorm weiterentwickelt und sehen jetzt optisch eher aus wie Sneaker. Also Schuhe, die man (fast) jeden Tag tragen kann.

Die Feelmax Minimal Footwear gibt es von Größr 22-47 also für jung und alt und sehen etwas “normaler” aus als die Five Fingers, was sie eher für den täglichen Einsatz auszeichnet.

Auch Kinder oder Menschen mit bereits deformierten Zehen kommen mit diesen Schuhen besser zurecht. Auch ältere Menschen, die Ihre Zehen nicht mehr in die Zehentaschen der Five Fingers reinquetschen wollen, sind mit Feelax Schuhe besser bedient.
Die Sohlen der Feelmax sind fast noch etwas dünner, als die der Five Fingers, tritt man mit einer nassen Sohle auf ein trockene Stelle, sieht man dem Abdruck seines Fußes und nicht den der Schuhsohle!

Seit 2009 gibt es von Feelmax auch den Boots namens Kuuva und den ersten echten Feelmax Minimal Running Schuh Osma.

Die Modelle Kuuva und Osma haben eine Sohle, die nur 2,1mm dünn ist und sind federleicht.
Die anderen Feelmax Modelle haben eine Sohlenstärke von 1,2mm und wiegen dabei nicht mehr als ein Tafel Schokolade.
Einige der Modelle bringen gerade mal 150gr. auf die Waage.

Feelmax Minimal Footwear Schuhe eignen sich für innen und aussen, sind durch ihr geringes Gewicht und ihr sehr geringes Packmaß überall mit zu nehmen.

Wir sollten zumindest einige Zeit am Tag unseren Füssen mal wieder die Freiheit geben, die sie verdienen. Sie müssen uns ein Leben lang tragen und dürfen uns nie im Stich lassen!

Jetzt hat auch die Wissenschaft bewiesen, dass barfusslaufen oder das Tragen von Minimal Footwear gesünder ist als mit gedämpften Schuhen zu laufen.
Die Harvard University, die University of Virginia haben Ihre Studien veröffentlicht und viele große Tageszeitungen, Magazine und Fachzeitschriften haben das Thema aufgegriffen und darüber geschrieben.

So beschreibt die Harvard University Minimal Footwear:
What is minimal footwear?
Minimal footwear is any footwear that lacks high cushioned heels, stiff soles and arch support. If you want to try, there are a few things you might look for in minimal footwear for running:

  • The thickness of the cushioning in the rearfoot and forefoot should be about the same, and not too thick.
  • You should be able to easily twist the shoe along the long axis and bend the shoe at the midfoot.
  • There should not be a stiff arch support that prevents the natural movement of the arch of the foot.

Radiosender und TV Magazine werden mit Berichten nachziehen und ich werde an dieser Stelle darauf eingehen. Bestimmt kommen bald mehr Schuhe dieser Art auf den Markt – denn schliesslich ist der Sportschuhmarkt ein Miliardenmarkt.

Quellennachweis:
Dr. U. Randoll, Begründer der Medizin nach der Matrix Rhytmus Therapie
Walter Packi, Begründer der Medizin nach der Biokinematik
Dr. C. Larsen, Mitbegründer der Medizin nach der Spiraldynamik
Dr. Alexandra Kreisl, Privatzahnärztliche Praxis Percha, Starnberger See

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